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Lukas Trachsler

Dürstelenstrasse 13a

8335 Hittnau

0041 79 742 32 47

l.trachsler@bluewin.ch

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Gedanken zu meiner musikalischen Geschichte

Klassische Musik aus dem Radio und mein dazu pfeifender Vater sind die ersten bewussten Erinnerungen an Musik.

Mit 9 Jahren in der Klavierstunde, gelang es meiner Klavierlehrerin den Funken zu entfachen, was das Musikhören betrifft. Diszipliniertes Klavierüben blieb leider auf der Strecke, Fussball war da doch wichtiger, und so entdeckte ich im reichen Plattenschatz meines Vaters Mendelssohn, Mozart, Bach etc. Neben den Fussballmannschaften hing bald ein grosses Beethoven Poster über meinem Bett, dessen Symphonien mir es sehr angetan hatten. Später entdeckte ich auch all die anderen grossen Symphoniker, Brahms, Dvorak, Tschaikowsky, Schumann usw.. Ich sog die Musik, mit Kopfhörern, auf dem Bett liegend, in mich ein. 

In der Schule liebte ich das Singen, auch in der Kirche, nur das Singen.

Meine älteren Geschwister hörten immer die Hitparade und so bekam ich auch die aufregende neue Popmusik dieser Zeit mit, allen voran, die Beatles.

Erst mit Selling England by the pound  von Genesis, eine Offenbarung, fügte sich die erste nicht klassische LP zu meiner bereits beachtlichen Plattensammlung hinzu. In den folgenden 10 Jahren tauchte ich in allerlei Rock-. Folk-  und Popmusik ein. Yes, King Crimson und Genesis blieben lange meine Favoriten, bis ich all die Facetten des Jazz entdeckte.

Während ich in verschiedenen Chören an der KZO sehr viel Freude am Singen erlebte,

mühte ich mich viele Jahre, immer noch eher erfolglos, mit Noten am Klavier ab.

Wirklich begeistert war ich bereits lange vom freien Klavierspiel, das ich schon früh als kreative Ausdrucksmöglichkeit entdeckte. Harmonielehre interessierte mich sehr und die damit verbundenen Erkenntnisse, die das Klavierspielen spannend machten.

In den letzten Jahren an der KZO improvisierte ich mit Gleichgesinnten im Bandraum, die erste Band Fonkeim wurde geboren. Aus heutiger Sicht betrachtet, waren wir ziemlich experimentell und unsere schweizerdeutschen Songs nicht gerade Mainstream.

In den 1980er und 90er Jahren spielte ich an den Keyboards mit vielen Leuten in verschiedenen Bandformationen, vor allem Covers, oft an Partys und Festivals.

Zwei Jahre besuchte ich Kurse an der Jazzschule in St.Gallen, wo ich das grosse Privileg genoss, bei einem wirklich wunderbaren Musiker aus den USA, Art Lande, Klavierstunden und Workshops zu erleben.

In den 90ern unterrichtete ich als Klavier- und Keyboardlehrer beim Music Burkhalter und der MZO.

Die ersten, von mir geleiteten Gesangsworkshops, die vor allem aus dem Erleben der eigenen Stimme, aus meditativem und freiem Singen bestanden, weckten mein Interesse am Chorsingen, das ich ja schon zu KZO-Zeiten sehr genossen habe.

Gegen Ende des Jahrtausends entstand der Chor KLINGXANG, den ich mit viel Herzblut leitete und der bis ins Jahr 2012 bestehen blieb. Wir haben in immer wieder wechselnder Besetzung einige unvergessliche Konzerte und eine schöne Gemeinschaft erlebt. Siehe Chor.

Im Jahr 1995 gründeten meine Frau Brigitte und ich eine Familie. Unseren beiden Söhnen Michael und Maurice haben wir immer viele Lieder vorgesungen und schon früh gemeinsam mit ihnen musiziert. Es war schön zu erleben, wie sie Instrumente kennenlernten und sich bei verschiedenen Musiklehrern weiterbildeten.

Während meiner ein Vierteljahrhundert dauernden Berufstätigkeit als Unterstufenlehrer, habe ich viel, viel gesungen mit den Kindern, verschiedene Singspiele und Musiktheater mit den Klassen aufgeführt und auch mit der Lehrerband an Ritualen mitgewirkt.

Nun habe ich When I’m sixty-four  bereits hinter mir, Mit 66 Jahren gerade noch vor mir.

Zeit, es nochmals anzupacken.

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